Iquique 2019/20 - The early Bird und so laughing

Chile 2019/20 begann anders als sonst - nämlich früher!
Bereits am Nikolaustag - Erichs 18. Geburtstag - ging es los. Am Morgen des Abreisetages kam noch eine tolle Überraschung: Claus hatte einige Tage zuvor bei einer Aktion von LATAM mitgemacht, wo man gegen ein Gebot ein Upgrade auf Business Class ersteigern kann - und Claus hat den Zuschlag gekommen! Wir sind also Business Class geflogen, und es war wirklich traumhaftsmile. Sekt, richtig gutes Essen von echten Tellern, extrem aufmerksames und nettes Bordpersonal, ein sozusagen vollwertiges Bett, wo man ausgestreckt liegen konnte und diese wundervolle Ruhe mit nur wenigen Menschen um einen herum. Wir kamen also sehr entspannt und ausgeruht in Santiago an und genehmigten uns erst mal ein Cristal mit Ralphy, den wir auf der Weiterreise kurz am Flughafen getroffen haben. Nachdem wir danach noch den letzten Reiseabschnitt nach Iquique abgehakt hatten, waren wir endlich wieder im Flightpark smile.Unser langjähriges geliebtes Appartement „Despegue“ war leider noch die nächsten Tag von “irgendsoeinem Francois R.” belagert, aber Leonard und Margarita haben vor unsere Ankunft ihr eigenes Appartement geräumt ,und wir durfte in ihrem Haus wohnen - total lieb, nochmals vielen Dank kiss. Und überhaupt muss man ein riesiges Lob an Leonardo „Latigo“ vergeben. Der Flightpark blüht  auf und auch Monica kann man nicht genug für ihre tolle Arbeit danken.
3 Tage später sind wir ins Despegue gezogen und nun sollte der gewohnte Tagesablauf in Iquique, der Im Idealfall aus Frühstücken, Morgenflug, Mittagessen, Siesta, Palo Buque, Abendessen und Schlafen besteht, eigentlich durch nichts mehr gestört werden. Wenn da nicht Claus Zähne gewesen wären... foot-in-mouth
Schon vier Wochen vor dem Urlaub klagte Claus immer wieder über ein komisches Gefühl an den Zähnen. Drei Besuche beim Zahnarzt brachten nichts, außer dass dieser sagte, es sei alles in Ordnung. In Chile kam es dann doch anders: die Zahnschmerzen wurden schlimmer und eines Tages mussten wir zum Zahnarzt. Kurz zusammengefasst könnte man sagen, dass wir nach sieben Zahnarztbesuchen bzw. zwei kompletten Wurzelbehandlungen und am Ende des Urlaubs alles im Griff hatten surprised.
Die Zahngeschichte war zwar sehr anstrengend und nervenaufreibend, aber Claus war bei einem wirklich genialen Zahnarzt mit einer top Ausstattung. Sein Englisch hätte besser sein können, aber wozu gibt es den Google-Übersetzer? Ich glaube nicht, dass Ärzte in Deutschland diesbezüglich so flexibel und unkompliziert sind. Und in Deutschland wird man wahrscheinlich auch nicht behandelt, wenn man Freitagabend um 20:45 Uhr, das war 15 Minuten vor Feierabend, einfach so bei einem Zahnarzt auf der Matte steht. Das war in Chile alles kein Problem: nach einer kurzfristigen Schmerzbehandlung wurde noch schnell ein Röntgentermin für Samstagvormittag organisiert und danach ging es direkt wieder zum Zahnarzt, der extra am Samstag in die Praxis kam. Die Zahnarztrechnungen mussten wir zwar in bar vorlegen, aber sie hat nur 1/4 vom Preis in Deutschland betragen, wie wir später erfuhren und Claus seine Krankenkasse hat später alle Kosten übernommen.
Fliegerisch war die Entscheidung, früher als sonst nach Chile zu fliegen, ein voller Erfolg smile. Die Bedingungen waren so gut wie seit vielen Jahren nicht, und wir hatten trotz einiger Ausfälle wegen Zahnarztterminen eine Menge schöner Flüge. Außerdem hatten wir lange Zeit keine Flugschulgruppen im Flightpark, was für Freiflieger doch deutlich angenehmer sein kann, wenn mehr Einzelpersonen da sind und keine riesige Gruppe. Sabine war ganz besonders stolz auf ihren Neujahrsflug mit Kai - nochmals vielen lieben Dank für die Flugbegleitung smile. Am nächsten Tag haben Claus und Sabine den Flug gleich gemeinsam noch mal wiederholt, inklusive Foto-Session über der Stadt. Der Abendflug an Heiligabend inklusive Check der neuen Straße nach Alto Hospicio war hingegen nicht so gelungen. Wir waren zwar Ruckzuck in Alto Hospicio, haben dann aber noch etwa 45 min zum Startplatz gebraucht: Stau, weil alle ihre letzten Weihnachtseinkäufe erledigen mussten, und dann war es beim Abendflug auch noch ungewöhnlich kalt undecided.

Was gab es noch? Nette Gesellschaft hatten wir natürlich auch: Mit Kai waren wir ja sowieso unterwegs, und Udo und Buddy waren ebenfalls vor Ort. Ansonsten haben wir noch viel mehr alte Bekannte getroffen und auch neue Bekanntschaften geschlossen. Weihnachten und Silvester wurde natürlich gegrillt - auf dem neuen Grill, den wir Weihnachten einweihen durften , obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz fertig war. Diverse Restaurants wurden natürlich auch besucht: Tercer Ojito, El Viejo Waggon, La Isla, Cantaba la Rana, Otaku, Santorini,.... Außerdem hat Sabine sich  von einer Mautzi-Katze beißen lassen, aber es hat sich zum Glück nichts entzündet oder so. Handfütterung einer gierigen schwangeren Katze ist eben gefährlich surprised!
Von den seit Oktober 2019 in Chile stattfindenden Protesten, die zu großen Teilen friedlich, aber oft auch gewaltsam waren, haben wir selbst nicht viel mitbekommen. Es geht prinzipiell um soziale Ungerechtigkeit, zu niedrige Löhne, ein ungerechtes Gesundheits- und Bildungssystem, was teilweise noch aus längst vergangenen Pinochet-Zeiten rührt. Die Preiserhöhung für die öffentlichen Verkehrsmittel in Santiago brachte dann das Fass zum Überlaufen und Proteste und Aufstände im ganzen Land begannen. Im Dezember war es in Iquique überwiegend friedlich, und wir haben morgens nur 2x die Reste von verbrannten Autoreifen aus Straßensperren irgendwo entdeckt. Von Wasserwerfern, Tränengas und Molotowcocktails blieben zum Glück verschont. Schutzmaßnahmen in der Stadt vor gewaltsamen Ausschreitungen waren hingegen überall zu sehen: Fenster von Supermärkten, Bänken und auch kleinen Geschäften waren mit riesigen Holzplatten zugenagelt oder sogar mit Stahlplatten zugeschweißt. Vieles hat geschlossen gewirkt, war es aber nicht.  Und der Weihnachtsmarkt wurde aus Sicherheitsgründen von der etwas prekären Avenida Heroes de la Concepión in die Tirana unterhalb des Agro Sur verlagert. Außerdem fiel das große Silvesterfeuerwerk aus - was uns aber nicht sonderlich gestört hat. Positiver Nebeneffekt für uns war, dass durch die Unruhen der Kurs des Pesos für uns unglaublich gut stand.

Und obwohl es unser 18. Urlaub in Iquique war - wir haben noch immer nicht genug - natürlich kommen wir wieder smile!

 
 
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